Refugium

Clara

Was kann die Rezipient*innen mehr interessieren als das Gesagte zum Werk "Refugium": Heute Morgen habe ich Müsli zum Frühstück gegessen.

Ohne Titel

„Nichts verscheuchte böse Träume schneller als das Rascheln von bedrucktem Papier."

- Cornelia Funke

Wohin flüchten Sie, wenn die Realität zu erdrückend wird?

Was Sie auf diese Frage antworten, ist Ihr persönliches Refugium. Refugien sind Orte, zu denen man flieht, um den negativen Aspekten des Lebens zu entkommen; sind Orte, an denen man sich sicher und geborgen fühlt; Refugien sind Zufluchtsstätten und Rückzugsorte.

Eine Form dieses Entfliehens ist der Eskapismus, also das Ausweichen vor der Realität und ihren Anforderungen in Illusionen. Diese Illusionen finde ich in Büchern.

Wenn ich lese, kann ich meine eigene Welt mit all deren Problemen, mit all meinen

Sorgen und Verpflichtungen hinter mir lassen und gedanklich in eine andere, schönere Welt eintauchen, in der ich meine Gedanken von der Negativität des Alltags befreien kann. Bücher stellen somit für mich ein mentales Refugium dar, in dem ich zur Ruhe kommen und Kraft tanken kann.

Für meine Installation habe ich mein eigenes Refugium in die Schule geholt - meinen

Lesesessel. Die unzähligen Bücher um ihn herum stellen die zahlreichen verschiedenen (Buch-) Welten dar, in die ich auf diesem Sessel schon gereist bin.

Die Installation soll den Schüler*innen als Erinnerung oder Anstoß dienen, sich

gelegentlich eine Auszeit zu nehmen. Der Schulalltag belastet uns sehr, durch den Stress durch das hohe Arbeitspensum und den Druck, gute Leistungen zu erbringen, vergessen wir oft, uns Zeit für uns zu nehmen, um uns zu erholen und den Kopf frei zu kriegen.

Dafür kann man zum Beispiel das verhasste, aufgezwungene Schulbuch gegen ein persönlich gewähltes Buch tauschen.